Vereinsgeschichte

TC Grün-Weiss Dellbrück e.V.

Wie alles begann und wurde

„Offiziell“ geht die Gründung des Vereins seit geraumer Zeit auf das Jahr 1952 zurück. Es lässt sich aber auch mit guten Gründen vertreten, dass es das Jahr 1950 sein muss. Im Jahr 1950 wurde die erste Außensaison gespielt (so Zeitzeuge Franz Tillmann und ein einziges in den noch vorhandenen Vereinsakten auffindbares Dokument der Stadt Köln vom 05.11.1975 mit Glückwünschen zum 25-jährigen Vereinsjubiläum und einer Geldspende über 250,– DM, das darauf hindeutet).

 

Die Initiatoren der Vereinsgründung waren die Herren Willi Müller („Inhaber“ der Dellbrücker Emballagen Müller & Co.KG) und sein Schwiegersohn Arthur Schramm, die zuvor beim TV Dellbrück e. V. Tennis gespielt hatten. Aufgrund seiner Tätigkeit hatte Herr Müller gute Kontakte zur DB, weshalb es ihm gelang, das der DB gehörende Grundstück zwischen dem „Dellbrücker Reichsbahnhof“ und der Ottilienstraße anzumieten. „Erster Vorsitzender“ des seinerzeit nicht eingetragenen Vereins wurde dann auch Herr Willi Müller, der nicht nur die Geschicke des Vereins zusammen mit seinem Schwiegersohn führte, sondern die gesamte Anlage von zwei Tennisaußenplätzen finanzierte.

 

Während in den Anfangsjahren rund 25 bis 30 Personen im Verein spielten, musste der Verein seine Bewährungsprobe im Jahre 1966 bestehen, als er zu Saisonbeginn auf 16 Mitglieder geschrumpft war.

Platzanlage am Bahnhof, Blick Richtung Ottilienstraße, 1950/1960er Jahre

Aufgrund intensiver Bemühungen konnten neue Mitglieder geworben und im Jahre 1972 das „neue Clubheim“ bezogen werden (bewirtschaftete Bahnhofsgaststätte der DB). Hier stand ein kleiner Raum mit Fenster zum Bahnsteig zur Verfügung. Dieser beengte Platz diente nicht nur als Umkleideraum sondern auch als Abstellraum für Platzgeräte. Im Sommer musste sich das Clubleben auf einer zur Bahnhofsgaststätte gehörenden kleinen Terrasse abspielen, die gegenüber den Plätzen lag. Die Toilette der Gaststätte wurde mitbenutzt.

 

Dies sollte allerdings so kein Zustand auf Dauer werden. In den Folgejahren konnte über das Mitglied Paul Heinen eine große Baubaracke besorgt und auf der Platzanlage aufgestellt werden, die von Mitgliedern sodann ausgebaut wurde, die sogenannte grüne Bude. Hier entwickelte sich ein richtiges Clubleben.

 

Übrigens durfte zu dieser Zeit die Platzanlage nur in „Weiß“ betreten werden.

 

Am 31.03.1974 begann dann die zweite Bewährungsprobe für den Verein: Die DB kündigte den Mietvertrag über die gesamte Anlage. Ein neues Gelände musste her. Dazu trat man in Verhandlungen mit der Stadt Köln ein, die schließlich das Gelände am Thurner Kamp zur Verfügung stellte. Hier befand sich eine grüne Wiese, die zu dieser Zeit auch immer wieder von Schafen abgegrast und ansonsten zum Fußball-Spielen genutzt wurde und zwischen den beiden Fußballplätzen des Adler Dellbrück und des SC Viktoria Köln gelegen war.

Glückwunschschreiben der Stadt Köln zum 25-jährigen Jubiläum, 1975

1975 wurde der erste Bauabschnitt genehmigt für drei neue Tennisplätze (heutige Plätze 1-3). 1976 fand im Beisein der Presse die Eröffnung statt. Wiederum fehlten zu dieser Zeit Clubheim, Umkleiden und Duschgelegenheiten. In Zusammenarbeit mit dem Adler Dellbrück wurde die Baugenehmigung des Clubheims im Juni 1977 erteilt, worauf dann auch noch im Jahre 1977 der erste Spatenstich erfolgte. Schlussabnahme und Fertigstellung des Clubheimes datieren auf den 12.06.1978. Die erheblichen Baukosten wurden durch Darlehen und Übernahme von Bürgschaften von etlichen Clubmitgliedern abgedeckt.

 

Zu dieser Zeit und bis Anfang der 80-ziger Jahre wurden die Plätze am „Bahnhof“ noch weiter genutzt, wo insbesondere die Jugend spielte und trainierte. Die Plätze 4 und 5 kamen 1982 unter tatkräftiger ehrenamtlicher Begleitung unseres Mitgliedes Dieter Schmitz (Architekt) hinzu und im Zuge dessen wurden die Plätze am „Bahnhof“ aufgegeben (Übernahme für einige Jahre durch die „TG Bahnhof“).

 

Erst am 04.08.1972 war der „TC GWD“ ins Vereinsregister eingetragen worden. Sein Name hatte sodann auch eine bewegte Vergangenheit.

Clubanlage mit 5 Plätzen am Thurner Kamp 97 (2018)

Er führte zunächst den Namen „Tennis-Club Grün-Weiss, Köln-Dellbrück e. V.“ und wurde durch satzungsändernden Beschluss der Mitgliederversammlung vom 27.01.1981 in „Tennisclub Grün-Weiss e. V. Köln Dellbrück“ geändert. Durch Beschluss der Mitgliederversammlung vom 10.09.1986 wurde der Name erneut geändert in „TC Grün-Weiss Dellbrück e. V.“.

 

Aller guten Dinge sind drei – eine entsprechende Eintragung in das Vereinsregister ist allerdings unterblieben! Bei der Umschreibung des Registerblattes in das elektronische Register erfolgte vielmehr die Eintragung versehentlich mit dem Namen „Tennisclub Grün-Weiss e. V., Köln-Dellbrück e. V.“.

 

Dies fiel aber erst im Jahre 2016 auf, als der Vorstand die Anfrage an das Registergericht nach der richtigen Schreibweise des Namens gestartet hatte, nachdem bei Überarbeitung des Infoheftes der Name mit zweimal e. V. doch mehr als ungewöhnlich auffiel.

 

Mit Eintragung vom 19.04.2016 wurde der Name berichtigt in „Tennisclub Grün-Weiss e. V. Köln-Dellbrück“. Also wieder falsch!

 

Es blieb nichts anderes übrig, als nochmals die richtige Eintragung gem. Beschluss der Mitgliederversammlung vom 10.09.1986 beim Registergericht zu beantragen.

Endlich am 02.06.2016 wurde dann der richtige Vereinsname eingetragen:

 

TC Grün-Weiss Dellbrück e. V.

Unser Vereinswappen seit 1952

In sportlicher Hinsicht tat sich über die Jahrzehnte einiges. Dies auszuführen, würde jeglichen Rahmen sprengen, so nur zwei Meilensteine:

 

Nachdem Herrenmannschaften schon jahrelang aktiv waren, gelang es unter Federführung von Christa Schaub im Jahre 1978 eine Damenmannschaft ins Leben zu rufen. Von da an gab es durchgängig Damenmannschaften.

 

Erstmals im Jahre 2017 gingen vier Kinder- und Jugendmannschaften an den Start mit einer Mädchen-, einer Juniorinnen-, einer Knaben- und einer Juniorenmannschaft.

 

 

Mit sportlichen Grüßen

Helmut Hahn
1. Vorsitzender

 

Quellen: Vereinsakten und Zeitzeugen: Franz Tillmann, Dieter Schmitz, Christa Schaub, Helmut Hahn

„Schleifchen“-Turnier für Damen, 1983
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